Ein Raubritter auf dem Limberg
Alhard von Hörde
Der Limberg bildete das Herrschaftszentrum der Grafen von Ravensberg in der Region. Im späten Mittelalter, also etwa ab dem 14. Jahrhundert, lässt sich ein Prozess der Herrschaftsverdichtung beobachten. Den Grafen war es ein Anliegen, Gerichtsbefugnisse in ihrer Hand zu vereinen und die Grenzen ihres Einflussbereichs genau zu bestimmen. Dieses Streben blieb natürlich nicht unwidersprochen. Es regte sich Widerstand. So beanspruchten im Lübbecker Land rund um den Limberg neben den Grafen von Ravensberg die Bischöfe von Minden und Osnabrück sowie das tecklenburgische Grafengeschlecht Herrschaftsrechte.