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Preußisch Oldendorf

Die Burg


Der Glanz vergangener Tage war im 18. Jahrhundert längst vergangen. Ab dem 17. Jahrhundert schwand die Bedeutung der Burg Limberg. Die Festung verkam zur Ruine und geriet fast in Vergessenheit – aber eben nur fast.

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Die Burg

Inhaltsverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis

Der Limberg und die Preußen

Die Burg verfällt

Im Mittelalter boten Burgen noch Schutz vor feindlichen Angriffen. Doch als in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Dreißigjährige Krieg in Europa tobte, hielten die meisten Anlagen der modernen Kriegstechnik kaum noch Stand. Die Burgen verloren ihre wichtigste Funktion. Infolgedessen zogen viele Fürsten und Machthaber ihre Soldaten und Amtleute von den Festungen ab. Die Landesherren ließen gesonderte Verwaltungsgebäude errichten; die Burgen wurden auch in dieser Hinsicht entbehrlich. Diese Entwicklung berührte ebenso die Festung auf dem Limberg.

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Historie

Niedergang der Burg Limberg

Im Zuge einer langwährenden Erbauseinandersetzung hatten im 17. Jahrhundert die Kurfürsten von Brandenburg, die späteren preußischen Könige, die Grafschaft Ravensberg und somit auch die Burg Limberg in ihren Besitz genommen. Der Kurfürst ordnete an, dass die Landesverwaltung nach Bielefeld übersiedeln sollte. Und 1719 – schon unter den Preußen – wurde Minden die Hauptstadt für die Grafschaft Ravensberg und das ebenfalls preußische Fürstentum Minden; die Amtleute verließen den Limberg. Die Burggebäude dienten der umliegenden Bevölkerung nunmehr als Steinbruch, sodass die Festung allmählich verfiel.

Limbergs neue Nutzung

Doch gänzlich geriet der Limberg nicht in Vergessenheit. Denn um den Limberg herum gehörten dem preußischen König ausgedehnte Besitztümer und Liegenschaften, vornehmlich Forstgründe. Der Preußenkönig witterte lukrative Geschäfte – Holz war begehrt und das Land ließ sich gewinnbringend verpachten. So übertrug er den Limberg und die zugehörigen Ländereien einem Generalpächter. Einer von ihnen berichtet von seiner Tätigkeit und seinen Erfahrungen.

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Historie

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Galerie

Preußisch Oldendorf

Bericht des Generalpächters

Gelesen von Sebastian Schröder

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Audio

Die Wallanlage

Hier sieht man die Westseite der Burgmauer mit dem Burgtor aus der inneren Perspektive der oberen Vorburg. Die Reste der Burgmauer sind in restauriertem Zustand erhalten. Im Vergleichsbild erkennt man in der Rekonstruktion die potentielle Höhe der Wallanlage.

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Bildvergleich
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Rekonstruktion

Modellbeschreibung

Die Burgruine Limberg

Nur noch der wuchtige Turm und ein paar steinerne Relikte künden heutzutage von der früheren Ausdehnung der Burg Limberg. Wie sahen einst Leben und Alltag hinter den mächtigen Mauern aus?

Die Wehranlage stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehörte zur Grafschaft Ravensberg. Dieses Herrschaftsgebiet war in mehrere Bezirke eingeteilt, die sogenannten Ämter, die sich um eine Burg als Zentrum gruppierten. Zum Amt Limberg zählten die meisten Ortschaften der heutigen Stadt Preußisch Oldendorf sowie weitere benachbarte Dörfer.

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Modellbeschreibung

Funktion der Burg

Die Burg diente als Mittelpunkt der Verwaltung und zugleich als Gerichtsstätte und Symbol gräflicher Macht. Sie bot Schutz vor Fehden und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Ab dem 17. Jahrhundert verloren Burgen ihre ursprünglichen Funktionen und verfielen. Dieses Schicksal ereilte auch die Festung auf dem 190 Meter hohen Limberg. Historische Schriftquellen und archäologische Funde erlauben es dennoch, ein Bild vom Burgleben zu zeichnen – sie bieten die Grundlage eines digitalen Modells der Anlage.

Baubestand

Das digitale Modell zeigt die Burg im 16. Jahrhundert. Seinerzeit stand die Anlage in voller Blüte. In der Festung gingen Amtleute ihren Verwaltungstätigkeiten nach, hier wurde Recht gesprochen und Unrecht bestraft. Neben einem Verließ gehörten auch Stallungen und Wohngebäude für die Beamten und ihr Personal zum Bestand der Burg.
Im 17. und 18. Jahrhundert schwand die Bedeutung der Festung. Die Amtleute verließen ihren Verwaltungssitz; die Anlage nutzte man als Steinbruch. Seit 1982 sichert der „Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg“ den Fortbestand der Ruine und sorgt dafür, dass dieses prägende Wahrzeichen der Stadt Preußisch Oldendorf erhalten bleibt.

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Modellbeschreibung